Phytotherapie – Gesund durch sie Kraft der Natur!

Die Phytotherapie (auch Pflanzenheilkunde oder Kräutermedizin genannt) beschreibt die Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten durch Pflanzen, Pflanzenteile und deren Zubereitungen. Als Grundlage dient die Heilpflanzenkunde. Zu den Präparaten der Phytotherapie gehören Heilpflanzentees, aber auch Bäder, Umschläge, Inhalationen und Wickel sowie Kapseln, Tabletten, Tropfen und Zäpfchen aus Pflanzenextrakten.

Geschichte

Die Phytotherapie oder Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Hinweise auf die Verwendung von Pflanzen als Heilmittel gibt es bereits bei steinzeitliche Funden, Altbabylonische Keilschrifttafeln, ägyptischer Papyrus (1500 v.Chr) und Entdeckungen aus Südasien und Mesopotamien.

Wichtiges Wissen der Pflanzenheilkunde stammt auch aus dem nordischen Heidentum und der keltischen Tradition, was zum Teil durch Mönche (Klosterheilkunde) weiter gegeben wurde.Heilerinnen wurden als wurzelkundige n wurde damals Wurz genannt und viele Heilkräuter haben es noch immer im Namen (Engelwurz, Meisterwurz, Nelkenwurz u.a.m.) Nach der keltisch-germanischen Sage, sitzen drei Mütter anden drei Wurzeln des Weltenbaumes, dem Ursprung aller Dinge. Diese Urgöttinnen spinnen dort das Schicksal der Welt.

Link:  Hervorragende Abhandlung zur Phytotherapie und deren Historie

Von Hippokrates über Hildegard von Bingen und Sebastian Kneipp bis hin zu Henri Leclerc, gibt es eine lange Reihe von Persönlichkeiten in der Geschichte, die die Pflanzenheilkunde prägten.

 

Formen und Verbreitung

Bei der Pflanzenheilkunde werden naturwissenschaftlichen Bewertungsmaßstäbe als auch umfangreiches Erfahrungsmaterial herangezogen. Das Dosis-Wirkungs-Verhältnis ist umgekehrt zur Homöopathie.
Die Ayurvedische Medizin und die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) sind Sonderformen der Phytotherapie, die auch bei uns in Deutschland, immer mehr Beachtung finden.

Die Hälfte der Weltbevölkerung sind Menschen die mit weniger als 2$ pro Tag auskommen müssen. Für sie sind kommerzielle Medikamente oft zu teuer. In der Pflanzenheilkunde greift man auf Produkte der Natur zurück, die gar nichts oder sehr wenig kosten. Die armen sind also auf Pflanzenheilkunde angewiesen. 80 % der Weltpopulation setzt Pflanzenheilkunde zur grundlegenden medizinischen Betreuung ein. Dies ist eine Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Pharmaindustrie

Die hervorragende Wirkung der Pflanzenheilkunde interessiert vor allem auch die Pharmaindustrie, die versucht, pflanzliche Wirkstoffe zu extrahieren oder nachzumachen, in ein patentiertes Medikament zu integrieren und so Profit daraus zu schlagen. Auf diesem Weg wird die naturgegebene Medizin als Gewinn-Maschine missbraucht. Gleichzeitig versucht, die Pflanzenheilkunde als überholte und zweifelhafte Methode zu diskreditieren. In Wirklichkeit haben Pflanzliche Heilmittel oftmals geringe bis hin zu gar keine Nebenwirkungen. Dagegen haben die synthetischen Alternativen, also kommerzielle Medikamente, oft starke Nebenwirkungen die wieder andere teure Tabletten, mit wieder vielen Nebenwirkungen nötig machen und so geht es immer weiter.

 

Anwendung in meiner Praxis

Jahrhunderte lang erprobte, vielfältige Einsatzmöglichkeiten, sichern der Pflanzenheilkunde einen festen Platz in der Naturmedizin. Zur Innerlichen und äußerlichen Behandlung bis hin zur Beeinflussung der seelischen Befindlichkeit, sind ihre Anwendungsmöglichkeiten. Obwohl Pflanzenheilmittel in der Regel gut verträglich und nebenwirkungsarm sind, können bei Fehler in der Anwendung oder Falschdosierung auch Wechsel- oder Nebenwirkungen auftreten. Daher sollten Sie stets alles genau mit mir absprechen und keineswegs eigenmächtig anwenden.

Meist nutze ich die Phytotherapie unterstützend als Teil meiner Therapie. Zu den Präparaten der Phytotherapie gehören Heilpflanzentees, aber auch Bäder, Umschläge, Inhalationen und Wickel sowie Kapseln, Tabletten, Tropfen und Zäpfchen aus Pflanzenextrakten.

Bei akuten Erkrankungen wende ich häufig Wickel ,Umschläge ,Tee an. Ich werde Ihnen gerne die Anwendung dazu zeigen, damit Sie sie auch zu Hause nutzen können.

 

Anwendungsmöglichkeiten: 

  • Immunabwehr-Steigerung
  • Erkältungskrankheiten, grippaler Infekt
  • Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, innere Unruhe
  • Schlaflosigkeit, Erschöpfung (Vegetative Zustände)
  • akute und chronische Atemwegserkrankungen, Bronchitis
  • Verdauungsbeschwerden, Magenerkrankungen, Reizmagen
  • Blutdruckregulationsstörungen, Krampfadern (Herz-Kreislauferkrankungen)
  • Lebererkrankungen wie z.B. Fettleber
  • Gicht oder Diabetes mellitus (Stoffwechsel-Erkrankungen)
  • Arthritis und Rheumatische Erkrankungen
  • Gallenerkrankungen, Gallenflussstörungen
  • Harnwegsinfekte, Menstruationsbeschwerden (Urogenitalerkrankungen)

Einige Pflanzen in der Frauenheilkunde:

  • Basilikum (Ocimum basilicum) – Zur Schmerzlinderung, wenn die Regel sich verzögert
  • Engelwurz (Angelica officinalis) – Diuretikum, bei Ausbleiben oder Verspätung der Regel antiseptisch, Blähungen, Erkältungskrankheiten, Erschöpfungszustände, Magenschwäche, Menstruationsbeschwerden
  • Fenchel (Foeniculum vulgare) – Regulierung der Monatsblutung, Blähungen
  • Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) – Bei starken Blutungen, wirkt zusammenziehend und blutstillend
  • Gänsefingerkraut (Potentilla anserina) – wirkt spasmolytisch
  • Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris) – wirkt blutstillend
  • Mönchspfeffer (Agnus Castus) – Blutungsstörungen, Schmerzen während der Periode, Zyklusunregelmäßigkeiten)
  • Rosmarin (Rosmarinus officinalis) – Tonikum und Kräftigungsmittel, wirkt zusammenziehend, unterstützend zur Regulierung der Monatsregel
  • Schafgarbe (Achillea millefolium) – Bei starker Blutung (zusammenziehende Wirkung), wirkt kräftigend, tonisierend ,blutreinigend,
  • Wanzenkraut (Cimicifuga racemosa) – Zur Beruhigung, volkstümliches Diuretikum, bei Ausbleiben der Regel, zur Regulierung der Menstruation

© 2018 Heilpraktikerin Natalija Wagensommer